Aus der katholischen Partnergemeinde St. Martyrs of Uganda in Sirigu/
Nordghana erreichte die Gemeinde St. Clemens ein Neujahrsgruß mit einem Dank an alle Menschen in Hiltrup und Amelsbüren, die im vergangenen Jahr trotz der herrschenden Pandemie die Projekte und Belange vor Ort so großzügig unterstützt haben.

Der Lockdown im Norden Ghanas gilt momentan offiziell als beendet. Die
Menschen sind gehalten, Masken zu tragen, die Hände zu waschen und zu
desinfizieren. Beides ist im Norden Ghanas allerdings ein absoluter Luxus,
wo der Weg zur nächsten Wasserstelle weit, Seifen und Masken rar oder
teuer sind.
Gottesdienste sind nun wieder erlaubt, die Kirchen sind entsprechend voll,
besonders an den Feiertagen.
Es wird außerhalb der großen Städte so gut wie keiner getestet; daher sind
offizielle Infektionszahlen nur unter Vorbehalt veröffentlicht.
„Wir wertschätzen die spirituelle, sowie die finanzielle Unterstützung, die wir durch euch im letzten Jahr wieder erhalten haben trotz der Auswirkungen, die
wir alle auf Grund der Covid-19-Pandemie auch wirtschaftlich erfahren
haben.„ heißt es in dem Schreiben.

16 junge Menschen erhalten derzeit ein Stipendium vom 600,00 € im Jahr.
Diese Jugendlichen werden von einem Komitee vor Ort ausgewählt. Sie
sollten sich schulisch und in der Gemeinde engagiert und bewährt haben und müssen ihren Studienfortschritt auch regelmäßig belegen. Der
Förderungsbetrag sollte nach Studienabschluss in Raten zinslos
zurückgezahlt werden.
Der Betrieb des Kinderheims wird mit einem Zuschuss von 500,00 €
monatlich gefördert. Dieser Betrag deckt in etwa die Unterhaltskosten für die 25 Kinder und ihre Betreuungskräfte.
Mit großer Dankbarkeit wurde die Hilfe für die Priester und Seminaristen und die armen und mittellosen Menschen der Gemeinde angenommen. Priesterund Seminaristen erhalten in der Regel kein Gehalt, sondern sind aufSpenden aus der Bevölkerung angewiesen, die in Folge des Lockdowns komplett weggefallen sind. Bedürftige Familien leiden aktuell immer noch
insbesondere unter den Schulschließungen, die auch den Wegfall der
Schulspeisungen beinhalten.

Die Schulen werden erst in diesem Monat voraussichtlich wieder geöffnet.
Von Hiltrup waren im vergangenen Jahr mehrfach Gelder für Soforthilfen
überwiesen worden.
Wie in der Zeitung berichtet wurde, geht die Installation der Solarlampen nun zügig voran. 60 lichtstarke Lampen mit zugehörigen Solarpanels sind von Münster aus auf die Reise gegangen und mittlerweile wohlbehalten im
Norden Ghanas angekommen. 60 Familien werden zunächst profitieren, nach erfolgreicher Etablierung des Verleihsystems demnächst mehr. Gern werden Mitglieder des Ghanakreises darüber weiter berichten.
Delegationsreisen und Jugendbegegnungen sind im vergangenen Jahr auf
Grund der Pandemie weggefallen. Dennoch besteht ein sehr regelmäßiger
Austausch mit dem Gemeindepriester und Jugendlichen in der
Partnergemeinde.

Der Ghanakreis St. Marien in der Gemeinde St. Clemens Hiltrup Amelsbüren schließt sich dem Dank an alle Menschen an, die im vergangenen Jahr die Arbeit spirituell und materiell so gut unterstützt haben.

Gisela Barbara Kubina

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