Lampen auf Reisen

Eine lange Reise hatten die 60 Solarlampen hinter sich, nachdem sie coronabedingt etwas später als geplant nun Mitte März in unserer Partnergemeinde St. Martyrs of Uganda endlich eintrafen.

60 Lampen für zunächst 60 Familien. Sie sind – im Gegensatz zu den üblichen Petroleum- oder Batterietaschenlampen –  hell genug, um in ihrem Schein zu lesen, zu nähen, zu lernen oder Fahrräder zu reparieren.

Lampen, die den Arbeitstag verlängern und damit mehr Lernen oder mehr Arbeiten ermöglichen, letztlich helfen, den eigenen Lebensstandard zu verbessern. Lampen, die keine Steckdose und keine Batterie brauchen, nur das Sonnenlicht. Und davon gibt es genug jeden Tag im Norden Ghanas.

Mr. Joe Osei wohnt in Tamale, einer Stadt im Norden Ghanas, etwa 200 km von Sirigu entfernt. Er ist Mitarbeiter der Firma Village Boom (https://www.villageboom.com/) in Münster und wurde in unserer Partnergemeinde schon sehnlichst erwartet. Die Vertreterinnen der Christian Mothers, Mitglieder des Pfarrgemeinderats und den Gemeindepriester Father Jacob führte Joe Osei in das System Village Boom ein. Gleichzeitig steht er ab jetzt für technische Probleme und Reparaturen zur Verfügung.

60 Familien werden zunächst profitieren und die 60 Lampen für drei Monate nutzen dürfen. Das, was die Familien an Ausgaben sparen, Geld für Batterien oder Petroleum, wird im Rahmen eines Sparklubs zur Seite gelegt und dient nach drei Monaten zur Finanzierung einer familieneigenen Solarlampe.

Die zunächst geliehene Lampe wird nach den drei Monaten weitergereicht. Eine neue Lampe geht in den Besitz der Familie über, wobei Mr. Joe Osei für Auslieferung, Reparatur und Wartung weiter zur Verfügung stehen soll.

So werden vielleicht in drei Monaten 60 Familien profitieren, dann 90 ….

Das Prinzip Village Boom ist ein nachhaltiges Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen Regionen ohne Elektrifizierung. Nicht nur in Ghana.

Beim nächsten Delegationsbesuch, der – so hoffen wir – im Januar 2022 stattfinden wird, werden wir uns über den Stand des Projekts informieren können.

Wir danken der Frauengemeinschaft im Kirchort St. Marien, Spenderinnen und Spendern in Münster und Umgebung, die geholfen haben, dieses Projekt zu realisieren.

Für den Ghanakreis
Gisela Barbara Kubina

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